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Meine acht goldenen Video - Regeln

   

Tipp 1:  Vor dem „Dreh“

 

Machen Sie Ihr Equipment sorgfältig startklar:

 

  • Betriebsakku plus Ersatzakku 24h vorher aufladen, Ladegerät auch mitnehmen
  • Genügend Tapes bereitlegen
  • Zu überspielende Tapes  zurückspulen  /Festplattenplatz checken, ggf. Platz schaffen
  • Linse säubern (Mikrofasertuch)

 

Bei „multikamera“ Projekten:

  • Sprechen Sie das Aufnahmeformat (4:3, 16:9)  mit dem /den anderen „Kameramännern/-frauen“ ab.
  • Synchroniseren Sie die Uhrzeiteinstellungen der beteiligten Kameras möglichst sekundengenau. Dies erleichtert den Zusammenschnitt von Rohmaterial verschiedener Kameras zu einem Film erheblich, da die meisten Schnittprogramme die „Timestamps“ des Videomaterials mit auswerten.

 

 

 

Tipp 2: Wenn machbar: Stativ benutzen

Richtig gute Ergebnisse werden erzielt, wenn ein Stativ benutzt wird. Schon preiswerte Modelle sind sehr tauglich. Die Aufnahmen werden deutlich ruhiger und wirken alleine deswegen schon professioneller. Nachteil: Unhandlich , umständlich, kann störend wirken, Spontaniität dämpfen.

 

 

 

Tipp 3:  Auch bei interessantem Ton  - „laufen lassen“

Ihre Kamera nimmt nicht nur das bewegte Bild, sondern auch den Ton auf. Versuchen Sie also nicht nur „zu sehen“, sondern achten Sie auch darauf, was Sie hören:

Nehmen Sie Reden oder Begrüssungen vollständig auf; beim späteren Schnitt können dann bei durchlaufender Tonspur auch andere Sequenzen, Schwenks, Nahaufnahmen dazu geschnitten werden. Auch Gespräche / Dialoge aus dem Hintergrund sollten „zu Ende“ gesprochen sein, bevor Sie eine Aufnahme beenden.

Ein guter Strassenmusiker kann Ihnen den perfekten Hintergrundsong liefern. Nehmen Sie den kompletten Song auf, die Bilder lassen sich später im Schnitt gut im Wechsel mit anderen Sequenzen zu einem runden Filmchen zusammenschneiden.

Hören Sie aber auch auf „Störgeräusche“.

Ein Beispiel:

Der Kameradeckel meiner Panasonic GV180 ist mit einer kleinen Kordel an der Kamera befestigt und hängt bei den Aufnahmen herunter –Ich behaupte bei vielen Camcordern ist dies so gelöst.  Das Ankordeln des Deckels ist durchaus vernünftig und bei Windstille kein Problem. Bei Wind jedoch schlägt der Deckel schon mal an die Kamera und verursacht ein auf der Aufnahme deutlich vernehmbares „klick klack klack“  Nach leidlicher Anfangserfahrung  „höre“ ich dies inzwischen auch – und halte den Deckel zusätzlich mit der Hand fest. 

 

 

 

Tipp 4: Intros und „lead out“ sequenzen

Die erste Szene nach Drehbeginn muß nicht zwangsläufig der Start des geschnittenen Films sein, die letzte Szene
vor „Bandende“ ist nicht immer automatisch auch ein gutes „Ende“.

Denken Sie bewusst an Start und Ende des geschnittenen Films. Mit der Zeit werden Sie einen Blick dafür entwickeln, welche Szenen sich als Beginn resp. Ende  gut eignen könnten.

Die ersten Videosequenzen eines Filmes sollten den noch etwas ahnungslosen Zuschauer führen und einstimmen.  
80. Geburtstag von Oma ?  Machen Sie eine „Totale“ vom Ort der Feier, (Haupteingang des Gasthaus „Zum Löwen“, vielleicht sogar mit ein paar eintreffenden Gästen?)

Ebenso sollte ein Film nicht abrupt aufhören; Abschiedszenen kündigen das Ende an, eine zufallende Tür oder ein bewusst eingefangenes  „Tschühüss“ ist schon ein ganz gut vorgedachter „Schluß“. Weitere  „Schluß“ Klassiker: ein Sonnenuntergang, Oder ein startendes Flugzeug („ein Fisch Namens Wanda“), oder ein wegfahrendes Wohnmobil  („from Dusk till dawn“).

Haben Sie schon mal ganz bewusst auf den Schluß eines Kinofilms geachtet ?  Nein ? Tja, leider wurden Sie gerade „ infiziert“: Ab jetzt achten Sie auf „the end“!  Danach werden Sie kreativ über  Ihre eigene „Schlussfolgerung“ nachgrübeln, vielleicht wirft Oma was in den Mülleimer ? (etwa ein noch eingepacktes Geschenk ?)

 

 

 

Tipp 5: „Zoom“

„Als der Herr die Videokamera erschuf, erfand der Teufel den „Zoom““.

Widerstehen Sie der Verlockung  – frei aus der Hand gelingen Zoomaufnahmen meistens nicht, die Gefahr des „verwackeln“ ist einfach zu groß.  Die oft angebotenen  Stabilisationsfunktionen können die „Wackler“ nicht völlig ausgleichen: Deswegen: Verzichten Sie „aus der Hand“ möglichst auf  „Zooms“ - ohne Stativ gelingen Zoomaufnahmen nicht .

 

 

 

Tipp 6: Nahaufnahmen und „Atmo“

Lockern Sie Ihr Video auf, eine Nahaufnahme vom Kuchen, ein leeres Glas in Großaufnahme, im Hintergrund die  fröhliche Gesellschaft – versuchen Sie einen Blick für ungewöhnliche Kameraeinstellungen zu entwickeln, Details zu sehen  und einzufangen.

 Versuchen Sie  Charme und Liebenswürdigkeit des Alltäglichen zu sehen.

 Ein Kellner serviert, der Wirt zapft, ein Paärchen unterhält sich, ein anderes nicht, ein Hund pinkelt an einen Baum, ein Kind fährt mit dem Rad vorbei. Es spielt sich alles vor Ihren Augen ab - versuchen Sie es  auch „zu sehen“ – und  mit der Kamera einzufangen.

Diese Art Sequenzen sind es, welche ein Videoprojekt auflockern, das Zuschauen interessanter, kurzweiliger machen.

 

 

 

Tipp 7: Geiz ist nicht immer geil

Nicht jede Aufnahme wird gelingen.

Ein gutes Schnittergebnis hängt auch davon ab, aus wieviel Rohmaterial die „Sahnestückchen“ ausgewählt werden  können. Drehen Sie also reichlich. 

Kommentare wie „Jetzt mach doch mal das blöde Ding aus“ sind ihnen sicher – doch bleiben Sie standhaft , ertragen Sie es tapfer.

Dieselben geliebten Mitmenschen werden Ihnen nach der „Premiere“ zum gelungenen Film gratulieren.

 

 

 

Tipp 8: Wenns auf den Ton ankommt…

Ob Musik oder Sprache – je näher das Mikrofon an der Tonquelle ist, desto besser.

Wenn das eingebaute Mikrofon des Camcorders das „Einzige“ ist, dann sollten Sie die Nerven haben die Nähe zu suchen, sich „ganz vorne“ aufzubauen. Je näher das Mikrofon, desto besser ist die Verständlichkeit und  Störgeräusche geraten nicht mehr so dominant in den Vordergrund.

 

 
   

 
   

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